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Unternehmerpreis für nachhaltiges Wirtschaften:
Niedersächsische Milchwirtschaft zeichnet die siebzehn besten der 9.700 Milcherzeuger mit dem „Milchlandpreis“ aus – Ministerpräsident Weil übergibt Auszeichnungen

„Silberne“ und „Bronzene Olga“ gehen nach Emlichheim und Wietmarschen in der Grafschaft Bentheim, Platz vier und fünf gehen nach Stolzenau im Landkreis Nienburg und Steinau im Landkreis Cuxhaven

 

Bad Zwischenahn / Rhauderfehn / Emlichheim / Wietmarschen (gmc). Familie Schulte aus Rhauderfehn im ostfriesischen Landkreis Leer hat es geschafft. Sie darf sich mit ihrem Milchviehbetrieb „Bester Milcherzeuger Niedersachsens 2015“ nennen. Hilmar und Bertraud Schulte sowie deren Sohn Hilmar Bernd mit seiner Partnerin Wiebe Janker erhielten heute (4. Dezember) im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn aus den Händen des Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil die „Goldene Olga 2015“ und einen Geldpreis in Höhe von 3.500 Euro.

Für den zweiten Platz konnte der Ministerpräsident die „Silberne Olga 2015“ und 2.000 Euro an die Wilde GbR mit Gerrit-Jan und Alberta Wilde sowie deren Sohn Henning Wilde aus Emlichheim in der Grafschaft Bentheim überreichen.

Auch die „Bronzene Olga 2015“ geht in diesem Jahr in die Grafschaft Bentheim: In Wietmarschen können sich Jessica und Hartmut Börger über die hohe Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro freuen.

 

Plätze vier und fünf für Betriebe aus den Landkreisen Nienburg und Cuxhaven

Der vierte Platz ging an Friedrich und Marie-Luise sowie Torsten und Julia Rust von der Rust GbR aus Stolzenau im Landkreis Nienburg. Sie erhielten ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Die Glameyer-Schlüer GbR von Ute Schlüer und Bernd Glameyer-Schlüer mit ihrem Sohn Henry sicherte sich den fünften Platz und damit verbunden ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro.

 

Der Milchlandpreis – ein Unternehmerpreis für Nachhaltigkeit

Im Rahmen der Festveranstaltung mit rund 140 geladenen Gästen hat die niedersächsische Milchwirtschaft im „Alten Kurhaus“ in Bad Zwischenahn heute die besten siebzehn ihrer insgesamt 9.700 Milchviehhalter mit dem „Milchlandpreis 2015“ geehrt. Die Auszeichnung ist nach Angaben der Landesvereinigung als „Unternehmerpreis für nachhaltiges Wirtschaften“ konzipiert. Zur Bewertung der Nachhaltigkeit der Wirtschaftsweise der einzelnen Betriebe prüft eine Fachjury nicht nur die Höfe besonders intensiv, sondern insbesondere auch deren Aktivitäten in den Bereichen Ökologie, Tierwohl, Soziales und Ökonomie.

 

Ministerpräsident, Landvolk-Vizepräsident und LVN-Vorsitzende stellen Nachhaltigkeitsgedanken heraus

Im Mittelpunkt der Festansprachen des Ministerpräsidenten Stephan Weil, des Landvolkvizepräsidenten Ullrich Löhr sowie der Vorsitzenden der Landesvereinigung der Milchwirtschaft, Jan Heusmann und Herbert Heyen, stand entsprechend auch die Anerkennung der unternehmerischen Leistung der Preisträger und deren Bemühen um eine vorbildliche und nachhaltige Wirtschaftsweise in der Milcherzeugung.

 

Ministerpräsident Weil stellt die große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Landwirte heraus

Ministerpräsident Stephan Weil betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit der Landwirtschaft. Die niedersächsischen Landwirtinnen und Landwirte hätten eine große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung, sagte der Regierungschef. In allen Regionen des Landes erzeugten sie hervorragende Lebensmittel. Dahinter stehe das Wissen und der Einsatz Aller in den Betrieben. Er freue sich daher besonders, verantwortungsvolle und erfolgreiche Erzeugerinnen und Erzeuger im Rahmen des Milchlandpreis-Wettbewerbs “Goldene Olga” auszuzeichnen.“

 

Landvolkvizepräsident Ullrich Löhr:
„Unvergleichbar hoher Wert des Nahrungsmittels Milch“

Landvolkvizepräsident Ullrich Löhr freute sich über die Öffentlichkeitswirkung des Wettbewerbs: „Mit dem Milchlandpreis hat Niedersachsen ein hervorragendes Instrument, die guten bäuerlichen Produktionsmethoden und den unvergleichbar hohen Wert des Nahrungsmittels Milch darzustellen.“

 

LVN-Vorsitzender Heusmann:
„Milchlandpreis schafft Transparenz in der Milcherzeugung“

Jan Heusmann stellte als Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft (LVN) die Bereitschaft der teilnehmenden Betriebe, sich zu öffnen, heraus: „Der Milchlandpreis-Wettbewerb rückt die moderne Milcherzeugung auf den landwirtschaftlichen Familienbetrieben in den Mittelpunkt des Interesses. Er gibt vielfältige Einblicke in ihre tägliche Arbeit, verdeutlicht die wachsenden Herausforderungen und schafft Transparenz. Zudem bietet er Anlässe für Landwirte und Verbraucher, miteinander ins Gespräch zu kommen.“

 

LVN-Vorsitzender Heyen:
„Einstellungen zu Tierwohl und Umweltschutz stimmen“

Herbert Heyen lobte im Namen der Landesvereinigung das weitreichende Engagement der Milchlandpreis-Gewinner: „Die ausgezeichneten Milcherzeuger haben gezeigt, dass sie verantwortungsbewusst wirtschaften. Denn bei ihnen stimmen nicht nur die messbaren Kriterien wie Milchqualität und Milcherträge, sondern auch ihre Einstellung zu Themen wie Tierwohl, Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement.“

 

Fachjury beurteilte die Kandidaten

Das Besondere am Milchlandpreis-Wettbewerb ist, dass sich die ausgezeichneten Milchviehhalter nach ihrer Bewerbung einem mehrstufigen Beurteilungsverfahren unterzogen haben. Die Beurteilung der Kandidaten durch eine Fachjury richtet sich dabei grundsätzlich nicht nur nach den erreichten Zielen, sondern auch nach der Systematik der Umsetzung von Maßnahmen und der Planung von zukünftigen Schritten.

Basis für die Beurteilung sind die vier Säulen der Nachhaltigkeit. Es geht zum Beispiel um den gesamten Bereich des Herdenmanagements mit Fütterung, Tierhaltung und Tiergesundheit. Ebenso wichtig sind beim Milchlandpreis auch die betriebswirtschaftliche Beurteilung des Hofes aufgrund der Betriebsergebnisse sowie die Bereitschaft der Betriebsleiter zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Damit wählt die LVN einen ganzheitlichen Ansatz in der Beurteilung, der bei der Vergabe derartiger Preise einzigartig ist. Prämiert wurden jetzt also die Top-Milcherzeuger Niedersachsens.

 

Sponsoren unterstützen den Wettbewerb

Verlässlich und aktiv zeigen sich in diesem Jahr erneut die langjährigen Sponsoren des Milchlandpreises: Die Maschinen-fabrik Bernard Krone, das Landmaschinenhandelsunternehmen LVD Bernard Krone, die Firma GEA Farm Technologies GmbH sowie die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niedersachsen. Alle Sponsoren unterstützen den Milchlandpreiswettbewerb insbesondere auch deshalb, weil sie sich eng mit der Milchwirtschaft im norddeutschen Raum verbunden fühlen.
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