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Niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weil besucht Hof der Familie Schulte – den „Besten Milcherzeugerbetrieb Niedersachsens“ Gewinner der „Goldenen Olga 2015“ – des Unter-nehmerpreises für nachhaltiges Wirtschaften – stellen ihren Betrieb in Rhauderfehn vor

Familie Schulte und Vorstand der Landesvereinigung der Milchwirtschaft sowie Molkereivertreter begrüßen Ministerpräsidenten auf Milchviehbetrieb in Rhauderfehn – Grünlandbetrieb mit hohem Management-, Qualitäts- und Leistungsniveau

Rhauderfehn (gmc). Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat heute den Hof der Familie Schulte in Rhauderfehn-Holte besucht. Den Hof der sehr engagierten Familie hatte eine Fachjury Anfang Dezember zum „Besten Milcherzeugerbetrieb Niedersachsens 2015“ gekürt. Die eigentliche Ehrung erfolgte im Rahmen einer eindrucksvollen Festveranstaltung in Bad Zwischenahn. Dort betraten Hilmar (50) und Bertraud (50) Schulte gemeinsam mit ihrem Sohn Hilmar Bernd (28) unter großem Beifall und einem regelrechten „Blitzlichtgewitter“ der Presse die Bühne. Erster Gratulant war damals Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, der dem Hof deshalb heute wie versprochen auch persönlich einen Besuch abstattete.

 

Ende Februar war im Beisein zahlreicher Ehrengäste eine „Goldene Kuh“ aufgestellt worden. Die lebensgroße Kuh-Statue mit Namen „Olga“ ist die sichtbare Auszeichnung für den Milchviehbetrieb. Sie wurde als Anerkennung der herausragenden Arbeit des Betriebes aufgestellt und wird ein Jahr lang den Hof des modernen Aussiedlungsbetriebes in Holte schmücken. Zusätzlich informiert ein attraktives Hofschild über diesen Erfolg.

 

LVN-Vorsitzender bescheinigt Familie Schulte exzellente Managementfähigkeiten – sie hält an Tierwohl und Nachhaltigkeit gerade in schwieriger Marktlage fest

„Der Milchlandpreis ist in Niedersachsen das Markenzeichen für Erfolg und Nachhaltigkeit“, stellte der Vorsitzende der Landesvereinigung der Milchwirtschaft, Jan Heusmann, in seiner Rede heraus. „Die Auszeichnung mit dem Milchlandpreis zeigt die erstklassigen und hochwertigen Managementfähigkeiten“, so Heusmann weiter. „Die Jury war bei ihrem ganztägigen Audit insbesondere von dem außerordentlich gut strukturierten und gepflegten Betrieb und dem exzellenten Herdenmanagement beeindruckt. Sie lobte zudem den besonderen Kuhverstand der beiden Betriebsleitergenerationen“, berichtete der Verbandsvorsitzende vom Urteil der erfahrenen Jurymitglieder.

 

Heusmann betonte die besonderen Maßstäbe des Preises und die dadurch bedingte weitreichende Analyse des Milchviehbetriebes durch die Jury: „Die Auszeichnung mit dem Milchlandpreis bestätigt aus neutraler Perspektive, dass Sie besonders verantwortungsbewusst mit den Ressourcen, hier vor allem mit den Tieren und ihrem Grünland als Futter- und Weidefläche, umgehen. Das wirkt sich nachhaltig positiv auf das Tierwohl, die Futtergrundlage, die Milchleistung und den ökonomischen Erfolg des Betriebes aus.“ Die Leistung des Betriebes sei gerade beim derzeitigen Preistief für Milch besonders anzuerkennen und vorbildlich.

 

Jan Heusmann stellte die Bereitschaft der teilnehmenden Betriebe, sich zu öffnen, heraus: „Der Milchlandpreis-Wettbewerb rückt die moderne Milcherzeugung auf den landwirtschaftlichen Familienbetrieben in den Mittelpunkt des Interesses. Er gibt vielfältige Einblicke in ihre tägliche Arbeit, verdeutlicht die wachsenden Herausforderungen und schafft Transparenz. Zudem bietet er Anlässe für Landwirte und Verbraucher, miteinander ins Gespräch zu kommen.

 

Herbert Heyen freute sich als Vorstandsvorsitzender der Molkerei Ammerland eG, an die Familie Schulte ihre Milch liefert, dass mit dem Hof ein exzellenter Familienbetrieb, der als starker Grünlandbetrieb mit einer überdurchschnittlich hohen Milchleistung zugleich beispielhaft für die Landwirtschaft in Ostfriesland stehe, ausgezeichnet wurde. „Man sieht, hier werden der Betrieb und die Milchviehherde mit viel Herzblut und mit viel Sachverstand geführt.“

 

„Eine hohe Anerkennung für unseren Familienbetrieb“

Die Sieger-Familie Schulte freute sich sichtlich. Hilmar Schulte stellte dem Ministerpräsidenten mit einem gewissen Stolz ihr Betriebskonzept vor: „Wir ziehen hier alle an einem Strang. Vielleicht ist es auch unsere Stärke, dass wir unsere Tiere sehr regelmäßig im Stall beobachten. Unser letzter Stallgang ist abends um 22.00 Uhr.“ Im Detail sind die Aufgaben in der Familie klar verteilt, berichtete Schulte weiter: „Mein Sohn kümmert sich intensiv um die Tiere und ist zudem für den Stall, in dem mit dem Roboter gemolken wird, verantwortlich. Ich selbst übernehme das Füttern und die Außenarbeiten, im Melkstand ist meine Frau der Chef.“ Wichtig sei aber, dass sich alle gegenseitig vertreten könnten, wenn einer der Beteiligten frei habe. Besonders wichtig sei allen zudem das Wohlbefinden der Kühe: „Wir haben unseren Stall konsequent auf einen möglichst hohen Kuhkomfort ausgerichtet. Viel frische Luft, Tageslicht und komfortable Buchten tun den Tieren sichtlich gut.“

 

Zum Hof Schulte:

Die Familie hat ihren Betrieb im Zuge der Flurbereinigung in mehreren Schritten zwischen 2004 und 2006 auf der „grünen Wiese“ ausgesiedelt und dabei komplett neu aufgebaut. Heute werden 96 Hektar Grünland und Ackerland bewirtschaftet. Insgesamt werden 140 Milchkühe und 90 Rinder als weibliche Nachzucht gehalten. Die Tiere erreichen mit rund 10.500 Kilogramm pro Jahr bei einem Fettgehalt von 4,35 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,55 Prozent eine sehr gute Leistung. Die Milch wird an die Molkerei Ammerland eG in Wiefelstede geliefert.

 

In diesem Sommer stehen zwei weitere große Termine auf dem Hof Schulte an. Am 1. Juni richtet die Familie zusammen mit der Landesvereinigung der Milchwirtschaft zunächst ein Kinderfest zum Internationalen Tag der Milch aus. Am 12. Juni folgt dann die Teilnahme am landesweiten „Tag des offenen Hofes“.

 

 

Zum Hintergrund: Fachjury beurteilte die Kandidaten

Das Besondere am Milchlandpreis-Wettbewerb ist, dass sich die ausgezeichneten Milchviehhalter nach ihrer Bewerbung einem mehrstufigen Beurteilungsverfahren unterzogen haben. Die Beurteilung der Kandidaten durch eine Fachjury richtet sich dabei grundsätzlich nicht nur nach den erreichten Zielen, sondern auch nach der Systematik der Umsetzung von Maßnahmen und der Planung von zukünftigen Schritten.

 

Basis für die Beurteilung sind die vier Säulen der Nachhaltigkeit. Es geht zum Beispiel um den gesamten Bereich des Herdenmanagements mit Fütterung, Tierhaltung und Tiergesundheit. Ebenso wichtig sind beim Milchlandpreis auch die betriebswirtschaftliche Beurteilung des Hofes aufgrund der Betriebsergebnisse sowie die Bereitschaft der Betriebsleiter zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Damit wählt die LVN einen ganzheitlichen Ansatz in der Beurteilung, der bei der Vergabe derartiger Preise einzigartig ist. Prämiert wurden jetzt also die Top-Milcherzeuger Niedersachsens.

 

Sponsoren unterstützen den Wettbewerb

Verlässlich und aktiv zeigten sich in diesem Jahr erneut die langjährigen Sponsoren des Milchlandpreises: Die Maschinenfabrik Bernard Krone, das Landmaschinenhandelsunternehmen LVD Bernard Krone, die Firma GEA Farm Technologies GmbH sowie die Volksbanken und Raiffeisenbanken in Niedersachsen. Alle Sponsoren unterstützen den Milchlandpreiswettbewerb insbesondere auch deshalb, weil sie sich eng mit der Milchwirtschaft im norddeutschen Raum verbunden fühlen.

 

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